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Nach Gewinnsteigerung Deutsche Telekom zahlt Rekord-Dividende
Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr mehr verdient und umgesetzt als vor Jahresfrist. Den Aktionären soll deshalb eine höhere Dividende zukommen.
Dank neuer Kunden hat die Deutsche Telekom im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn weiter gesteigert. "Ein weiteres Rekordjahr für die Deutsche Telekom", sagte Konzernchef Tim Höttges. "Wir wachsen in allen Geschäftsbereichen." Dieser Trend werde sich voraussichtlich im laufenden Jahr fortsetzen.
Der Umsatz der Deutschen Telekom stieg um 3,4 Prozent auf 115,77 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn um 6,2 Prozent auf 43,02 Milliarden Euro. Das entsprach den Erwartungen der Analysten. Unter dem Strich verdiente die Telekom 11,2 Milliarden Euro nach knapp 17,8 Milliarden im Vorjahr. Hier gab es einen positiven Sondereffekt durch den Funkturmverkauf.
US-Tochter treibt das Wachstum
Wachstumstreiber des Konzerns war außerdem wieder die US-Tochter T-Mobile, die vor einigen Wochen überraschend starke Geschäftszahlen und einen optimistischen Ausblick geliefert hatte. Auch diesseits des Atlantik lief es im vergangenen Jahr rund: "Das operative Segment Europa setzte sein Gewinnwachstum fort, das siebte Jahr in Folge, Quartal für Quartal", teilte der Bonner Konzern mit.
Einziger Wermutstropfen war das Deutschland-Geschäft im vierten Quartal, das um 0,2 Prozent schrumpfte. Hier habe sich der Bruch der Ampelkoalition in Berlin bemerkbar gemacht, sagte ein Telekom-Sprecher. Dadurch seien weniger öffentliche Aufträge vergeben worden. Auf die Verbraucher hatte dies keinen Einfluss. Die Telekom gewann den Angaben zufolge 2024 insgesamt 1,2 Millionen Neukunden hinzu, etwa ein Drittel davon in ihrem Glasfasernetz.
Rekord-Dividende von 90 Cent
Mit 90 Cent pro Aktie zahlt die Deutsche Telekom nun eine Rekord-Dividende. Zuletzt hatte sie 77 Cent pro Anteilsschein an Gewinnbeteiligung ausgeschüttet. Das Geld wird den Aktionären nach der Hauptversammlung im April zufließen.
Im laufenden Jahr will die Telekom beim Gewinn erneut zulegen. So soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) um rund 4,5 Prozent auf etwa 44,9 Milliarden Euro wachsen. Hier hatten Analysten mehr erwartet.